The Beauty, the Sacred and Nietzsche.

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It is an open secret that contemporary art has lost its connection to beauty and the sacred. Another very important aspect is the craftsmanship. A huge percentage of contemporary art colleges' students and contemporary artists can’t draw or paint. The only thing that they are able to do is to express their own ideas or feelings. There is no beauty in most of the products of art and the sacred element is missing. On the other hand XX/XXI century art was/is an act of expression, so perhaps I am wrong. Maybe contemporary art is the expression of contemporary people who have lost any connection with the beautiful and the sacred?! Maybe they may not need these aesthetical and ethical sentiments from the past. Mass culture, popular culture, deception, profit, popularity and selfishness. The flow of information is so overwhelming - we don't have time for deep study or reflection. It is about sloppiness and dullness. That is a good characterisation of XXI century art: asexual and shallow. Sometimes I think that one of the last bastions of excellent technique, beauty and the sacred are the surreal artists, and of course the practitioners of traditional fine art too. [caption id="attachment_513" align="aligncenter" width="300"]The inflamed eye of the beholder from my surreal Eye Series The inflamed eye of the beholder - acrylics on canvas, 100 cm x 100 cm[/caption] Deep in my heart I feel as if we are living in the most tragic period for ART, with lack of reflection amongst the people involved with art.
"The Arts suffer from some kind of internal burnout. We live in a time of spiritual drought that has not produced great thinkers, writers, composers and artists. Those who are engaged in deep thinking and genuine creativity, should live like medieval monks in their internal hermitages."
*The view of professor Tadusz Gadacz; Polish philosopher, my translation from Polish. Maybe we need Nietzsche again to recongnize what we need:
"Unsere letzte Dankbarkeit gegen die Kunst. — Hätten wir nicht die Künste gut geheissen und diese Art von Cultus des Unwahren erfunden: so wäre die Einsicht in die allgemeine Unwahrheit und Verlogenheit, die uns jetzt durch die Wissenschaft gegeben wird — die Einsicht in den Wahn und Irrthum als in eine Bedingung des erkennenden und empfindenden Daseins —, gar nicht auszuhalten. Die Redlichkeit würde den Ekel und den Selbstmord im Gefolge haben. Nun aber hat unsere Redlichkeit eine Gegenmacht, die uns solchen Consequenzen ausweichen hilft: die Kunst, als den guten Willen zum Scheine. Wir verwehren es unserm Auge nicht immer, auszurunden, zu Ende zu dichten: und dann ist es nicht mehr die ewige Unvollkommenheit, die wir über den Fluss des Werdens tragen — dann meinen wir, eine Göttin zu tragen und sind stolz und kindlich in dieser Dienstleistung. Als ästhetisches Phänomen ist uns das Dasein immer noch erträglich, und durch die Kunst ist uns Auge und Hand und vor Allem das gute Gewissen dazu gegeben, aus uns selber ein solches Phänomen machen zu können. Wir müssen zeitweilig von uns ausruhen, dadurch, dass wir auf uns hin und hinab sehen und, aus einer künstlerischen Ferne her, über uns lachen oder über uns weinen; wir müssen den Helden und ebenso den Narren entdecken, der in unsrer Leidenschaft der Erkenntniss steckt, wir müssen unsrer Thorheit ab und zu froh werden, um unsrer Weisheit froh bleiben zu können! Und gerade weil wir im letzten Grunde schwere und ernsthafte Menschen und mehr Gewichte als Menschen sind, so thut uns Nichts so gut als die Schelmenkappe: wir brauchen sie vor uns selber — wir brauchen alle übermüthige, schwebende, tanzende, spottende, kindische und selige Kunst, um jener Freiheit über den Dingen nicht verlustig zu gehen, welche unser Ideal von uns fordert. Es wäre ein Rückfall für uns, gerade mit unsrer reizbaren Redlichkeit ganz in die Moral zu gerathen und um der überstrengen Anforderungen willen, die wir hierin an uns stellen, gar noch selber zu tugendhaften Ungeheuern und Vogelscheuchen zu werden. Wir sollen auch über der Moral stehen können: und nicht nur stehen, mit der ängstlichen Steifigkeit eines Solchen, der jeden Augenblick auszugleiten und zu fallen fürchtet, sondern auch über ihr schweben und spielen! Wie könnten wir dazu der Kunst, wie des Narren entbehren? — Und so lange ihr euch noch irgendwie vor euch selber schämt, gehört ihr noch nicht zu uns!"
From Die Frohliche Wissenschaft, Zweites Buch, Paragraph 107 - Unsere letzte Dankbarkeit gegen die Kunst
"we need all exuberant, floating, dancing, mocking, childish, and blissful art lest we lose our freedom above things that our ideal demands of us.... We should be able also to stand above morality -- and not only to stand with anxious stiffness of a man who is afraid of slipping and falling any moment, but also to float above it and play. How then could we possibly dispense with art -- and with the fool?
" translation by Walter Kaufmann.

Filed under Art, Kasia Turajczyk by  #

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July 10, 2014

Lech the King @ 7:24 am #

Burning red eye!!!

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